Wer gut sein will, gehe zurück zu den Quellen (Andre Saine)
Warum Seminare mit den Werkzeugen der alten Meister
Der Trend der Zeit ist es, ausgehend von einer Fehlinterpretation Kents Geist- und Gemütssymptome sehr zu betonen gegenüber den körperlichen Symptomen. Zur Ausarbeitungen werden meist sekundäre und tertiäre Arzneimittel-Lehren und Heilsymptome herangezogen. Die homöopathische Behandlung ist deshalb oft geprägt von Unsicherheit und mangelnder Nachvollziehbarkeit der Mittelauswahl.
Ganz anders die Arbeit mit dem Symptomenlexikon und dem Therapeutischen Taschenbuch nach Bönninghausen.
Dr. Peter Minder, Schweiz
Deutliche Verbesserung der Verschreibungssicherheit mit dem Symptomenlexikon nach
Hahnemann – ein Seminar mit Michael Kohl in Kloten
Auch wenn das Konzept des Symptomenlexikon von Uwe Plate mich nach der Lektüre seines Buches „Hahnemanns Arbeitsweise mit den Symptomenlexikon“ von Anfang an angesprochen hat, auch wenn ich deshalb die Bücher subskribiert habe, bevor sie gedruckt waren und das Computerprogramm bestellt, sobald es erhältlich war – mehr als ausprobiert hatte ich die Methode nicht und vor allem nicht in den Praxisalltag integriert.
Im Verlauf dieses Nichtgebrauchs wurde auch, beeinflusst durch eigene Erfahrungen mit dem Materia Medicastudium und der Boger-Methode eine gewisse Skepsis gegenüber dem Verordnen ausschliesslich auf der Basis der Arzneiprüfungssymptome wach.
Also war die Spannung gross, ob Michael Kohl die Schwelle und die Vorbehalte werde abbauen können.
Er konnte. In sehr fundierter Weise stellte er Mängel von anderen Zugängen dar und stellte ihnen die sehr strukturierte und nachvollziehbare Vorgehensweise mit dem Symptomen-lexikon gegenüber. Er belegte seine Darstellungen mit teilweise unglaublichen Behandlungserfolgen aus seiner Praxis; nicht ausgewählte Rosinen, sondern eine Auswahl von chronologisch aufgereihten Kasuistiken – vom „banalen“ Harnwegsinfekt bis hin zu schwersten Pathologien.
Seine ausgezeichnete Präsentation motiviert, sich mit dieser Arbeitsweise auseinanderzu-setzen, vertraut zu machen und sie im Praxisalltag zu erproben. Und seine sympathische Art macht Vorfreude auf den zweiten Teil seiner Seminarreihe im nächsten August, wo das Vermittelte vertieft werden soll.
Peter Minder
Dr. med. Peter Minder (Schweiz) ist Facharzt für Allgemeine Medizin und führt seit 1985 eine große Praxis bei Basel. Er ist Präsident der Schweizerischen Ärztegesellschaft für Homöopathie (SAHP) und legt den Schwerpunkt in seiner Lehrtätigkeit auf die Methoden Bönninghausens und Bogers. Dr. Minder ist der Verfasser des Gesamtregisters zu Hahnemanns Werk (Haug Verlag 2002). Er ist Mitherausgeber der Lochkartei nach Bönninghausens Taschenbuch und arbeitet an der Materia medica-Revision der Gleeser Akademie.
15.12.2010